Alarmierung

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Auf der folgenden Seite möchten wir unseren Besuchern den Ablauf einer Alarmierung der verschiedenen Rettungsorganisationen in Südtirol aufzeigen:

 

NOTRUF 115

WER meldet: Name des Anrufers

WAS ist geschehen: Unfall, Brand usw.

WO ist es geschehen: Ort, Adresse, Anfahrt...

 

Von der Landesnotrufzentrale in Bozen werden alle nicht-polizeilichen Rettungsdienste des Landes alarmiert.
Alarmiert werden die Hilfsstrukturen automatisch über die Einsatzleitsoftware in Form eines Einsatzvorschlages, welchen der Disponent annehmen oder nicht annehmen kann. Im Rettungsdienst wird dabei das am nähesten gelegene Rettungsmittel alarmiert, bei der Feuerwehr und der Bergrettung auf Basis der Ortszuständigkeit bzw. nach den jeweiligen Alarmplänen.
Nachdem Ort und Art des Notfalls festgestellt wurden, ermittelt das System die Rettungsmittel und erforderlichen Hilfsstrukturen und alarmiert diese automatisch mit den vorgesehenen Alarmierungsmitteln.


Die Feuerwehr Tschars wird mittels Piepser (stille Alarmierung) und/oder Sirene alarmiert. Über die BlueBox.II wird an alle Wehrmänner die Nachricht 'Einsatz FF Tschars' versendet. Ein Fax mit einsatzrelevanten Daten wird von der LNZ an die Feuerwehr gesandt.
Zudem besteht die Möglichkeit, die Feuerwehr über den Druckknopfmelder beim Gerätehaus über Sirene zu alarmieren.

Jede Feuerwehr hat ihre eigene Alarmierungsschleife, mit der die einzelnen Sirenen oder Personenrufempfänger angesteuert werden können. Die Alarmierung einer Feuerwehr kann erfolgen durch:

Sirenenalarmierung

Auch heute noch werden viele Feuerwehren über die Sirene alarmiert. Hierzu wird von der LNZ eine bestimmte 5-Ton-Folge ausgesendet, um die richtige Sirene ansteuern zu können. Im Anschluss daran wird noch ein Doppelton gesendet, welcher die vorher scharfgeschaltete Sirene zum Heulen bringt.

Personenrufempfänger

Seit dem 07. Mai 2014 erfolgt die Alarmierung digital. Folgte bisher nach der akustischen Alarmierung eine Sprachdurchsage über Einsatzart und Einsatzort, so wird die Einsatzmeldung auf den neuen digitalen Pagern als Text dargestellt. Mit der neuen Technologie ist es möglich, verschiedene Alarmierungsschleifen auf den Endgeräten zu programmieren. So kann bei einem Kleineinsatz nur eine Gruppe alarmiert werden.

Fixstation im Gerätehaus

Von hier aus erfolgt die Statusmeldung für 'Einsatzbeginn-Gerätehaus besetzt' (Status 1) und 'Einsatzende' (Status 3), die Kommunikation mit der LNZ oder Bezirkseinsatzzentrale (BEZ) in Schlanders, sowie auch die Auslösung der PRE. Wird der Einsatz nicht innerhalb von 3 Minuten von Seiten der Feuerwehr bestätigt, wird der Alarm wiederholt sowie die Nachbarwehr alarmiert.

Der gesamte Funkverkehr der Feuerwehr in Südtirol wird im 4-Meter-Band abgewickelt, wobei jedem Feuerwehrbezirk eigene Frequenzen für den Betriebskanal sowie für Ersatzkanäle zur Verfügung stehen.

 

Die Feuerwehren in Südtirol werden nach folgenden Alarmstufen alarmiert:

 

Alarmstufen   Beispiele
Alarmstufe 1 Kleinbrand Kfz, Rasen, Mülltonnenbrand, verdächtige Rauchentwicklung
Alarmstufe 2 Mittelbrand Zimmer, mehrere Kfz, Lkw, Gebäude
Alarmstufe 3 Großbrand Großobjekte, Industriebetrieb, landw. Anwesen
Alarmstufe 4 THL klein Fahrbahnverunreinigung, Verkehrshindernis, Wasserschaden, Tierrettung
Alarmstufe 5 THL mittel Unfall mit eingeklemmter Person, Bauunfall
Alarmstufe 6 THL groß Massenunfall, Zugunfall, Hauseinsturz, Flugzeugabsturz
Alarmstufe 7 Gefahrgutunfall Chemie, Mineralöl, Gas, wassergefährdende-, radioaktive Stoffe
Alarmstufe 8 Kommandoruf Abklärung Einsatz (z.B. Suchaktion, Unterstützung Flugrettung...)